Felix Fuest in Shreveport

Auslandsaufenthalt Shreveport Mai – August 2016

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

ich heiße Felix Fuest und absolviere aktuell eine Ausbildung zum Industriekaufmann in Paderborn.

Im Sommer hatte ich die Möglichkeit einen Teil meiner Ausbildung in den USA zu verbringen.

Gegen Ende des letzten Jahres erfuhren wir von der Möglichkeit 3-4 Monate im Rahmen eines Praktiukms in den USA zu verbringen. Ziel war das neue Rohrwerk in Shreveport, Louisiana (SOP Anfang 2016). Dieses Werk soll den amerikanischen Markt mit Ölfeldrohren beliefern, ebenso wie es Dinslaken bisher getan hat.

Folglich hieß es nun: „Schreiben Sie eine Bewerbung!!“ Danach: Abwarten und Tee trinken.

Als ich Ende Februar endlich die Zusage erhielt: „Sie dürfen nach Shreveport“, war ich natürlich begeistert und glücklich. Der Abflug sollte im Mai erfolgen. Da die Beantragung eines Visums mindestens 3 Monate in Anspruch nimmt, begann ich sofort mit der Vorbereitung.
Nach intensiver Arbeit kam das Visum genau 1 Woche vor dem geplanten Abflugtermin bei mir an.

Jetzt hieß es „die sieben Sachen“ packen und den 14 stündigen Flug antreten. Nach der Ankunft erhielt ich bereits am Flughafen meinen Mietwagen und konnte daraufhin mein Apartment in einer schönen Wohnanlage mit Teich, Pool und Fitnessraum beziehen.

Somit konnte meine Arbeit für 3,5 Monate im Accouting & Finance department in Shreveport beginnen. Diese Abteilung besteht aktuell aus 7 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In Shreveport gibt es keine Gleitzeit, daher hat ein Arbeitstag 8 Stunden und dauert von 8 bis 17 Uhr. Natürlich gab es auch mal mehr zu tun und man arbeitete länger.

Die Kolleginnen und Kollegen waren sehr freundlich und ich habe mich vom ersten Tag an Willkommen gefühlt. Gut gefallen hat mir, dass die Kolleginnen und Kollegen immer für Neues offen waren und so ein gegenseitiger Lernprozess stattfand.

Meine Haupttätigkeit bestand darin, die Kolleginnen und Kollegen in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen, sei es im Bereich der Buchhaltung oder des Controllings. Dabei bekam ich schnell viele eigene Aufgaben, um die ich mich selbstverantwortlich kümmerte.
Ansonsten hat man viel Kontakt mit dem lokalen Einkauf, Prozessmanagement und den Lieferanten.

Um die Englisch Kenntnisse muss man sich in der Regel keine Sorgen machen. Allerdings dauert es zu Beginn ein paar Wochen bis man sich an die Umgangssprache und den doch sehr starken Akzent der Südstaatler gewöhnt hat. Manche sind so schwer zu verstehen, dass selbst Muttersprachler ihre Probleme haben.

Privat und im Unternehmen kann man schnell neue Leute und Freunde finden, mit denen man die Wochenenden verbringt. So war ich nur an ganz wenigen Wochenenden in Shreveport. Ansonsten bin ich viel gereist und habe viel gesehen u.a. war ich in San Antonio, Austin, Fort Worth, Houston, New Orleans und Florida.
Auch nach der Arbeit treffen sich die Amerikaner gerne um gemeinsam etwas zu essen, zu trinken oder zu unternehmen. Gefallen hat mir die Craft-Beer Kultur mit den unterschiedlichen Sorten und Geschmäckern, so das für jeden etwas dabei ist. :-)

Da Shreveport im Süden der USA liegt, ist das Wetter sehr gut. Insofern man es bei täglichem Sonnenschein, 35-40 Grad und einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit aushalten kann. Gott sei Dank sind die Büros und alle anderen Geschäfte sowie das Apartment, in dem man wohnt, gut klimatisiert. Meinen Mietwagen habe ich am Wochenende sehr gut nutzen können, um zu reisen und mir die verschiedenen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Allgemein gilt, dass man in den USA auf ein Auto angewiesen ist, denn es gibt so gut wie keine Bürgersteige oder verkehrsberuhigten Bereiche.

Mein Fazit möchte ich gerne auf Englisch schreiben:
I had an awesome time during my stay in Shreveport. Unfortunately the time went by quickly.
Now as I write this article on my kitchen table back in Germany I remember all great experiences and can´t wait to come back.

Ich hoffe Ihr konntet einen kleinen Einblick von meinem Aufenthalt in Shreveport bekommen.

Euer Felix


1 Caddo Lake in der Nähe von Shreveport


2 Austin - Capitol


3 Steak


4 Downtown Houston


5 im Hintergrund befindet sich das Rohrwerk in Shreveport mit Blick auf das Benteler Zeichen


6 Jackson Sqaure New Orleans


7 Boulders on Fern - Apartmentanlage


8 wunderschöne Natur in Arkansas


9 Natur Arkansas (Fluss)

Jonas Stadermann aus Corby

Technischer Erfahrungsbericht

Hallo liebe Azubi News Leser,

mein Name ist Jonas Stadermann. Ich bin 23 Jahre alt und arbeite im BENTELER Automotive Werk in Corby, England.
Ich wurde gebeten für diese Ausgabe der Azubi News einen kleinen Bericht zu verfassen, sodass ihr einen Eindruck von meinem Aufenthalt in Corby bekommen könnt.

Aber zuerst kurz zu meiner Vorgeschichte: Im Juni 2015 beendete ich erfolgreich meine Ausbildung als Elektroniker bei BENTELER und erhielt anschließend die Gelegenheit für ein Jahr nach England zu gehen. Seit Juli diesen Jahres wohne ich nun zusammen mit Jannis Oelmann (ebenfalls ein ehemaliger BENTELER Auszubildender) auf einer alten Farm auf dem Lande, ungefähr 15 Minuten mit dem Wagen vom BENTELER Werk entfernt.

Corby ist eine kleine Industriestadt in Mittelengland und zählt etwa 55.000 Einwohner. Einigermaßen bekannt ist die Stadt für ihre Rennstrecke, dem Rockingham Motor Speedway, und dem „Corby Cube“, die unter anderem eine Bibliothek und zwei Theater beherbergt. Ansonsten ist die Stadt mit einer typischen deutschen Kleinstadt zu vergleichen, einmal abgesehen von dem Linksverkehr und sonstigen britischen Eigentümlichkeiten.

Momentan bin ich in der Abteilung für Anlageninstandhaltung bei den Elektroingenieuren eingesetzt. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem das Warten von Maschinen und Anlagen, das Installieren von elektronischen Steuerungsanlagen sowie die Überwachung der Funktionsfähigkeit dieser Bereiche. Doch mein Arbeitsbereich beschränkt sich nicht nur auf die typischen Aufgaben eines Elektronikers: Roboter, hydraulische und pneumatische Druckanlagen und natürlich auch mechanische Maschinen gehören mittlerweile in meinen Arbeitsalltag.

Anfangs war es für mich etwas schwer den Akzent meiner Kollegen zu verstehen. Mittlerweile bin ich aber daran bestens gewöhnt, was nicht zuletzt an dem aufgeschlossenen und absolut freundlichen Umgang meiner Arbeitskollegen mit mir lag, sodass ich kleine Sprachhürden schnell überwinden konnte und ich mich in meiner neuen Umgebung schnell wohl fühlte.
Meine Freizeit und die Wochenenden gestalten sich meist als recht abwechslungsreich. Gemeinsam mit Jannis Oelmann (ehemaliger kfm. Azubi) und weiteren ehemaligen Azubis aus Deutschland erkunden wir oft die nähere Gegend und fahren gelegentlich auch mal quer durchs Land und besuchen dabei etwas größere Städte in England.

Zusammenfassend ist mein bisheriger Aufenthalt in Großbritannien für mich also spannend, lehrreich und auch witzig, wozu sicher der britische Humor seinen Beitrag geleistet hat. Ich kann euch nur empfehlen auch einmal den Schritt zu wagen und ein Jahr oder auch nur ein paar Monate im Ausland zu verbringen. Geschadet hat es jedenfalls bisher keinem von uns.

Cheers und mit einem Gruß nach Deutschland,

Jonas Stadermann